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GIEßEN

Elektrisch in die Zukunft?! - Konzept „EMOLA – Elektromobilität in der oberen Lahnregion“ soll Elektromobilität fördern

Gemeinsam mit drei Fachbüros erarbeitet der Landkreis Gießen ein Elektromobilitätskonzept, das geeignete Standorte für den flächendeckenden Ausbau von Ladesäulen für PKWs über die Kreisgrenzen hinaus aufzeigen soll. Zentrale Fragen sind dabei, wie viele Ladesäulen in den nächsten 15 Jahren gebraucht werden und an welchen Standorten diese sinnvoll sind. Kooperationspartner sind die Landkreise Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill.

Auch die Möglichkeiten zur Elektrifizierung des Busverkehres werden ermittelt. Hierzu sollen drei Pilotlinien in den Oberzentren Gießen, Marburg und Wetzlar ausgewählt werden.

Ein weiteres Thema der Untersuchung ist das Angebot, für sechs Gewerbegebiete im Landkreis Gießen klimafreundliche Mobilitätskonzepte zu erarbeiten. Hier steht nicht nur die Elektromobilität im Vordergrund, sondern es geht auch um weitere Mobilitätsvarianten wie Pedelecs, CarSharing und öffentlichen Personennahverkehr. 

Mit dieser Erstellung eines kommunalen Elektromobilitätskonzeptes, das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit 50 Prozent gefördert wird, wollen die Projektpartner einen weiteren Anschub zum Umdenken und damit auch zur Energiewende leisten. Zunächst wird für das Konzept eine fachliche Analyse erstellt, die im zweiten Schritt durch das Wissen aus der Region ergänzt wird. In vier Themen-Workshops werden die Zwischenergebnisse mit Fachleuten und Interessierten diskutiert und ergänzt. Geplant wird ergänzend auch eine Online-Befragung über das Klimaschutz-Beteiligungsportal, um möglichst vielen Menschen Gelegenheit zu geben, ihre Ideen und Anregungen einzubringen.

Mehr Informationen unter www.klimaschutz-lkgi.de

 

LEIPZIG

Der Landrat des Klimakreises Leipzig Henry Graichen äußert sich in einem Zeitungsbeitrag zur Teilnahme des Landkreises bei LiF! :„Inhalt dieses Projektes ist vor allem, dass sich die Teilnehmer von Vorreiterregionen eine Scheibe abschneiden“.

 

METTMANN

Integriertes Klimaschutzkonzept  - mit Strategie mit Zukunft

Im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung hat sich der Kreis Mettmann entschlossen, ein integriertes Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept (IKKK) zu erstellen. Ausgehend von einer Bestandsaufnahme der laufenden Klimaschutzaktivitäten sowie der Energieverbräuche und Treibhausgas-Emissionen im Kreisgebiet sollen Potenziale zur Emissionsminderung ermittelt, konkrete Einsparziele definiert und ein Maßnahmenkatalog für die künftige Energie- und Klimaschutzarbeit erstellt werden. Im Februar 2017 startete das Projekt mit einer Auftaktsitzung der Vertreter des Kreises, der kreisangehörigen Städte, den beauftragten Büros energielenker Beratungs GmbH und BKR Essen und weiteren Akteuren im Kreishaus, um die Projektorganisation abzustimmen und die nächsten Schritte zu beraten. In den Monaten Mai und Juni fanden schließlich sechs Workshops statt, in denen Fachleute, aber auch interessierte Bürger und Vertreter von Unternehmen, Landwirtschaft, Handwerkerschaft, Bildungseinrichtungen, Dienstleistungsunternehmen, Vereinen, Institutionen und Organisationen gemeinsam Maßnahmen für sechs Bereiche entwickelt haben:

• Beratungsangebote/ Klimaschutzbildung

• Anpassung an die Folgen des Klimawandels

• Verkehr und Mobilität

• Öffentlichkeitsarbeit

• Interkommunale Zusammenarbeit

• Energieversorgung, -management und Modernisierung kreiseigener Liegenschaften

Die Zwischenberichte zur Potential- und Risikoanalyse wurden zwischenzeitlich erstellt und können unter hier abgerufen werden. Das Klimaschutzkonzept wird voraussichtlich im Juni 2018 fertig gestellt sein. Anschließend soll nach erfolgtem Beschluss des Kreistags die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts durch einen Klimaschutzmanager erfolgen. Auskünfte zur Klimaschutzarbeit im Kreis Mettmann erteilt Dr. Hermann-Josef Waldapfel (Tel. 02104/99-2862).

 

STADTRADELN mit erfolgreicher Bilanz

Zusammen mit den kreisangehörigen Städten Erkrath, Haan, Heiligenhaus, Hilden, Langenfeld, Monheim am Rhein, Ratingen und Velbert beteiligte sich der Kreis Mettmann zum dritten Mal an der bundesweiten Aktion STADTRADELN. STADTRADELN ist eine deutschlandweite Kampagne des Klima-Bündnis, dem weltweit größten kommunalen Netzwerk zum Klimaschutz.
Drei Wochen lang waren alle Bürger aufgefordert, kräftig in die Pedale zu treten und möglichst viele Fahrradkilometer für den Klimaschutz zurückzulegen. Radler aus den genannten Städten beteiligten sich direkt für ihre Stadt und damit gleichzeitig auch für den Kreis Mettmann. Durch die Teilnahme des
Kreises Mettmann konnten sich aber auch Radfahrer aus Mettmann und Wülfrath an dem
Klimaschutzwettbewerb beteiligen.
Jetzt stehen alle Ergebnisse fest: Demnach haben 2.012 Radler im Kreis insgesamt 457.021 Kilometer zurückgelegt und damit umgerechnet fast elfeinhalb Mal die Erde umrundet. Die Bilanz für den
Klimaschutz: ein Minus an CO2 von 64.897 Kilogramm. Damit konnte das Vorjahresergebnis noch einmal leicht übertroffen werden.
Die Ergebnisse aller 164 beteiligten Teams aus dem Kreis sind unter www.stadtradeln.de/kreis-mettmann  nachzulesen.

 

Solartour Bergisches Land

Das Potenzial der Sonnenenergie ist unerschöpflich – im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Bergische Solartour“ informieren die Initiatoren, die Arbeitsgemeinschaft „Erneuerbare Energien Bergisches Land – EEBL“ - zu der auch der Kreis Mettmann gehört - in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW hierzu mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Ziel ist es, das Potenzial der Sonnenenergie darzustellen und mit Vorurteilen gegenüber dieser Energiequelle aufzuräumen. Geplant sind zwei Veranstaltungen pro Jahr.

Die Auftaktveranstaltung fand 2017 unter dem Titel „Bergische Solartour 2017 – Photovoltaik auf kommunalen Liegenschaften“ am 16. März in Monheim am Rhein (Kreis Mettmann) statt. Das Motto lautete: „Solarenergie bietet unseren Verwaltungen die Möglichkeit den eigenen Energiebedarf kostengünstig zu decken und zeitgleich CO2-Emissionen zu reduzieren.“ Wie dies gelingen kann wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Experten der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie DGS und der EnergieAgentur.NRW im Rahmen kurzer Vorträge und darüber hinaus anhand eines Best-Practice-Beispiels der Stadt Aachen erläutert.

Am 6. Juni 2018 wurde im Rahmen der Bergischen Solarenergietour das Thema Solarenergienutzung in Industrie und Gewerbe vorgestellt. Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Region informierten sich bei den Solinger Firmen BIA und Biachessi  über den  leistungsfähigsten Photovoltaik-Park der Stadt. BIA und Biacchessi erzeugen auf ihren Dächern im Gewerbe- und Industriegebiet Scheuren jährlich rund 510.000 Kilowattstunden Strom. Die beiden Firmen produzieren hier rund ein Drittel des benötigten Stroms selbst. Dadurch wird auf der einen Seiten eine Reduktion der C02-Emissionen erreicht und auf der anderen Seite Renditen für die jeweiligen Anlagen zwischen 7 und 10,5 % erzielt.

Der Schwerpunkt der folgenden Veranstaltung am 10. Oktober 2018 war die positive Wirkung von Dachbegrünungen. Bei fachgerechter Ausführung bieten sie viele Vorteile:

  • Erhöhung der Erträge einer Photovoltaikanlage,
  • deutliche Verlängerung der Lebensdauer des Daches,
  • Verzögerung und Minimierung des Regenwasserabflusses ,
  •  ggfs. Einsparung von Abwassergebühren,
  • Verbesserung von sommerlichem Wärmeschutz,
  • Verbesserung des Arbeits- und Wohnumfelds,
  • Verbesserung der Luftqualität sowie
  • Erhöhung der Biodiversität.

Referenten aus dem Bundesverband GebäudeGrün e. V. (BuGG, in Gründung), einer Herstellerfirma, des Dachdecker-Handwerks, der Verbraucherzentrale sowie der Stadt Osnabrück berichteten über die Möglichkeiten „Gründächer“ zu installieren und mit Photovoltaik zu kombinieren.

Die Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energien Bergisches Land (Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal sowie der Kreis Mettmann, verschiedene Stadtwerke, Landeseinrichtungen wie die Energieagentur Nordrhein-Westfalen und der Landesbetrieb Wald und Holz) setzt sich für eine nachhaltige Energieversorgung und –verwendung in der Region ein.

 

POTSDAM-MITTELMARK

Das Projekt „Klimafreundliche Mobilität mit Pedelecs“ des Landkreises Potsdam-Mittelmark wurde ausgezeichnet im Rahmen des Wettbewerbs „Region Zukunft 2017“ der IHK Potsdam.

Integriertes Klimaschutzkonzept für PM

Außerdem arbeitet der Landkreis an einem integrierten Klimaschutzkonzept, gefördert durch die Nationale Klimaschutz-Initiative. Dieses soll die vielen laufenden Maßnahmen in einen strategischen Rahmen ordnen und die zukunftsorientierte Perspektive in der Region zeigen. Parallel wurde ein kreisweiter Förderantrag für Ladeinfrastruktur eingereicht, der für jede interessierte Kommune aus dem Landkreis mindestens einen öffentlichen Ladepunkt für Elektrofahrzeuge vorsieht.

 

ST. WENDEL

Schüler.Unternehmen.Klimschutz - Projekt
Der Landkreis St. Wendel hat im Oktober an verschiedenen Schulen im Landkreisgebiet Kinderklimaschutzkonferenzen durchgeführt. Ein Netzwerk aus engagierten Unternehmen und Schulen im Landkreis St. Wendel möchte damit einen Beitrag dazu leisten, mit der Generation von Morgen die Umwelt von heute zu schützen. Zusammen mit der Klimaschutzinitiative Null-Emission Landkreis St. Wendel werden dabei regionale Unternehmen und Schulen vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) Kinderklimaschutzkonferenzen ausrichten lassen.

Ziel des Projekts ist es, die Kinder auf spielerische Art zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und Energie zu motivieren, um hierdurch ein nachhaltiges Klimabewusstsein bereits im Kindesalter zu verankern. Dabei kommen viele Experimente und Utensilien zum Einsatz, so z.B. eine Thermografiekamera sowie ein Solarkocher. Zur Unterstützung der Konferenzen entsenden die Unternehmen Auszubildende an ihre Partnerschulen, welche dort als Klimaassistenten die Umsetzung begleiten.
 

TELTOW-FLÄMING

Neues Projekt  gibt einkommensschwachen Haushalten praktische Unterstützung

Beim Projekt Stromspar-Check bekommen Haushalte aus der Region kostenlose Beratungen zu Energiesparpotentialen und -möglichkeiten. Auch werden kleinere Sofortmaßnahmen im gering investiven Ausmaß direkt vor Ort durchgeführt.

Neben der Klimaschutz-Komponente beinhaltet das Projekt auch soziale Aspekte, indem zum Einen Arbeitsuchende als Stromspar-BeraterInnen ausgebildet und eingesetzt werden und einkommensschwache Haushalte als Zielgruppe im Vordergrund stehen. Das Projekt zielt auf die finanzielle Entlastung einkommensschwacher Haushalte sowie Vermittlung von Umweltschutz-Wissen ab und läuft bis Ende März 2019.

Landrätin Kornelia Wehlan sieht den Stromspar-Check als einen Baustein für Nachhaltigkeit im Klimaschutz - mit positiven Auswirkungen, die über die Verantwortung des Landkreises hinausgehen. Sie freut sich, dass alle Bevölkerungsgruppen einbezogen werden und ist gespannt darauf, „wie das Projekt Leben eingehaucht bekommt“.